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Aktuelle Informationen - Überblick
Rollende Brustkrebsfrüherkennung in Eckernförde
Rendsburg, 25. August 2008 – Mit einer mobilen Röntgeneinheit kämpft das Kran-kenhaus Rendsburg gegen Brustkrebs. Programmverantwortlicher Arzt für die Region ist Prof. Dr. Brossmann, Chefarzt der Radiologischen Abteilung am Rendsburger Krankenhaus.
Das Mammographie-Screening-Programm ist ein bundesweit anlaufendes Programm zur Früherkennung von Brustkrebs für Frauen im Alter von 50-69 Jahren. In Schleswig-Holstein besteht das Angebot seit Mai 2007, in der KERN-Region seit September 2007. Die Untersuchungen wurden bereits mit großer Resonanz in Rendsburg und anderen Gemeinden des Kreises Rendsburg-Eckernförde durchge-führt. Alle anspruchsberechtigten Frauen werden im Zweijahresintervall schriftlich eingeladen, an der praxisgebührenfreien Röntgenuntersuchung der Brust – der Mammographie - teilzunehmen. Die Krankenkassen übernehmen im Rahmen des bestehenden Versicherungsschutzes sämtliche anfallenden Kosten der Untersu-chung.
Um den Frauen weite Anfahrtswege zu ersparen, setzt das Rendsburger Kranken-haus - neben der zentralen Screeningeinheit am Krankenhaus - eine hochmodern ausgestattete mobile Röntgeneinheit, das Mammobil, ein. Das Mammobil fährt über Land und macht an zentralen Orten Halt, zu denen die Frauen aus der näheren Um-gebung eingeladen werden. Ab 26. August wird das Mammobil dann für zwei Monate auf dem FAMILA-Parkplatz in Eckernförde, Rendsburger Straße stehen. Nach E-ckernförde werden alle anspruchsberechtigten Frauen aus den Postleitzahlbezirken 24340, 24351, 24354, 24357, 24360, 24364, 24366, 24367, 24369 und 24398 einge-laden.
Die Untersuchung wird von speziell geschulten radiologischen
Fachkräften/MTRAs (Medizinisch-technische Radiologieassistentinnen)
durchgeführt. Die Röntgenauf-nahmen werden von zwei radiologischen
Fachärzten unabhängig voneinander befundet (Doppelbefundung). Dadurch wird
die Gefahr einer Fehldiagnose auf ein Minimum reduziert. Der Befund geht
der Frau etwa 7 Tage nach der Untersuchung per Post zu. Rund 95%
aller Röntgenaufnahmen sind unauffällig. Im Falle eines auffälligen
Befundes sind weitere Untersuchungen zur Klärung notwendig, die im „Zentrum
für Brustdiagnostik“ am imland Klinik Rendsburg durchgeführt werden. Meist
handelt es sich dabei um ungefährliche Veränderungen des Brustgewebes. Nur
in 20% dieser Fälle bestätigt sich der Verdacht eines bösartigen Tumors.
„Die Mammographie ist die sicherste Methode zur Früherkennung
von Brustkrebs“, erklärt Prof. Dr. Joachim Brossmann. „Durch die
qualitätsgesicherte Diagnostik in den Screening-Einheiten erkennen wir
bereits Vorstufen und kleine Karzinome, die in diesem Stadium noch nicht
tastbar sind und zu keinen Beschwerden führen. Das frühzeitige Erkennen
bietet die Möglichkeit zu schonungsvolleren und Brust erhal-tenden
Therapieformen und erhöht die Heilungschancen. Wir appellieren deshalb an
alle angeschriebenen Frauen, unser Angebot zu nutzen. Nur so können wir die
Brustkrebssterblichkeit senken“, ergänzt Brossmann.
Bislang haben 6.500 Frauen das Angebot zur Brustkrebsfrüherkennung wahrge-nommen. Dabei konnten 65 bösartige Veränderungen entdeckt werden. Dies ent-spricht einem entdeckten Brustkrebs oder einer Vorstufe bei 100 Untersuchungen, wobei es sich in der Regel um kleine Befunde mit sehr hoher Heilungschance handelt. „Wir würden noch mehr Karzinome finden, wenn mehr Frauen am Mammographie-Screening teilnehmen würden“, ist Brossmann überzeugt.
Die betreffenden Frauen erhalten 3-4 Wochen vor der Untersuchung eine schriftliche Einladung mit einem Terminvorschlag. „Wir möchten die Frauen aber auch ermutigen, selbst Termine zu vereinbaren oder spontan in das Mammobil zu kommen“, erläutert Brossmann. Zur Vermeidung von Wartezeiten empfiehlt sich allerdings, über das Info-Telefon der Zentralen Stelle einen Termin nach Wunsch zu vereinba-ren (0 45 51/89 89 00 von 8 - 18 Uhr). Die Frauen können sich dort auch einen Ter-min für einen anderen Mammobil-Standort oder für das Zentrum für Brustdiagnostik am imland Klinik Rendsburg geben lassen.
Weitere Informationen: www.ich-bin-mir-sicher.de
Petra Krügel
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit
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Finja Müller
Öffentlichkeitsarbeit
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