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27.10.2008

Rollende Brustkrebsfrüherkennung in Owschlag

Rendsburg, 27. Oktober 2008 – Mit einer mobilen Röntgeneinheit kämpft das Kran-kenhaus Rendsburg gegen Brustkrebs. Programmverantwortlicher Arzt für die Region ist Prof. Dr. Brossmann, Chefarzt der Radiologischen Abteilung am Rendsburger Krankenhaus.

Das Mammographie-Screening-Programm ist ein bundesweit anlaufendes Programm zur Früherkennung von Brustkrebs für Frauen im Alter von 50-69 Jahren. In Schleswig-Holstein besteht das Angebot seit Mai 2007, in der KERN-Region seit September 2007. Die Untersuchungen wurden bereits mit großer Resonanz in Rendsburg und anderen Gemeinden des Kreises Rendsburg-Eckernförde durchgeführt. Alle anspruchsberechtigten Frauen werden im Zweijahresintervall schriftlich eingeladen, an der praxisgebührenfreien Röntgenuntersuchung der Brust – der Mammographie - teilzunehmen. Die Krankenkassen übernehmen im Rahmen des bestehenden Versicherungsschutzes sämtliche anfallenden Kosten der Untersuchung.  

Um den Frauen weite Anfahrtswege zu ersparen, setzt das Rendsburger Krankenhaus - neben der zentralen Screeningeinheit am Krankenhaus - eine hochmodern ausgestattete mobile Röntgeneinheit, das Mammobil, ein. Das Mammobil fährt über  Land und macht an zentralen Orten Halt, zu denen die Frauen aus der näheren Umgebung eingeladen werden. Vom 27. Oktober bis 4. November wird das Mammobil  auf dem Parkplatz von Edeka Haas, Eisenbahnstr. 7, in Owschlag stehen. Nach Owschlag werden alle anspruchsberechtigten Frauen aus den Postleitzahlbezirken 24358, 24791, 24811 und 24848 (nur Boklund) eingeladen.

Die Untersuchung wird von speziell geschulten radiologischen Fachkräften/MTRAs (Medizinisch-technische Radiologieassistentinnen) durchgeführt. Die Röntgenaufnahmen werden von zwei radiologischen Fachärzten unabhängig voneinander befundet (Doppelbefundung). Dadurch wird die Gefahr einer Fehldiagnose auf ein Minimum reduziert. Der Befund geht der Frau  etwa 7 Tage nach der Untersuchung per Post zu. Rund 95% aller Röntgenaufnahmen sind unauffällig. Im Falle eines auffälligen Befundes sind weitere Untersuchungen zur Klärung notwendig, die im „Zentrum für Brustdiagnostik“ am imland Klinik Rendsburg durchgeführt werden. Meist handelt es sich dabei um ungefährliche Veränderungen des Brustgewebes. Nur in 20% dieser Fälle bestätigt sich der Verdacht eines bösartigen Tumors.

"Die Mammographie ist die sicherste Methode zur Früherkennung von Brustkrebs“, erklärt Prof. Dr. Joachim Brossmann. „Durch die qualitätsgesicherte Diagnostik in den Screening-Einheiten erkennen wir bereits Vorstufen und kleine Karzinome, die in diesem Stadium noch nicht tastbar sind und zu keinen Beschwerden führen. Das frühzeitige Erkennen bietet die Möglichkeit zu schonungsvolleren und Brust erhaltenden Therapieformen und erhöht die Heilungschancen. Wir appellieren deshalb an alle angeschriebenen Frauen, unser Angebot zu nutzen. Nur so können wir die Brustkrebssterblichkeit senken“, ergänzt Brossmann.

Die betreffenden Frauen erhalten 3-4 Wochen vor der Untersuchung eine schriftliche Einladung mit einem Terminvorschlag. „Wir möchten die Frauen aber auch ermutigen, selbst Termine zu vereinbaren oder spontan in das Mammobil zu kommen“, erläutert Brossmann. Zur Vermeidung von Wartezeiten empfiehlt sich allerdings, über das Info-Telefon der Zentralen Stelle einen Termin nach Wunsch zu vereinbaren (0 45 51/89 89 00 von 8 - 18 Uhr). Die Frauen können sich dort auch einen Termin für einen anderen Mammobil-Standort oder für das Zentrum für Brustdiagnostik am imland Klinik Rendsburg geben lassen.

Weitere Informationen: www.ich-bin-mir-sicher.de

 



Petra Krügel
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit

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Finja Müller
Öffentlichkeitsarbeit

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