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11.04.2008

5K-Klinikverbund vor großen Herausforderungen

Rendsburg, 10. April 2008 - Kreiskrankenhaus Rendsburg-Eckernförde neuer Partner in der Kooperation.

Aus 4K wird 5K: Das imland Kliniken ist dem bisherigen 4K-Klinikverbund beigetreten. Damit ist eine der größten und leistungsstärksten Vereinigungen von Krankenhäusern in Norddeutschland entstanden. „Angesichts der jüngsten Entwicklungen im Gesundheitswesen und extrem knapp werdenden Mitteln müssen besonders die schleswig-holsteinischen Krankenhäuser verstärkt auf Kooperation setzen, damit auch in Zukunft ein hoher Qualitätsstandard gewährleistet werden kann“, erläuterte Martin Wilde, Geschäftsführer der „imland gemeinnützige GmbH“.

Dem im Jahr 2000 gegründeten Klinikverbund gehören die Westküstenkliniken Brunsbüttel und Heide, das Klinikum Itzehoe, das Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster und die Rheumaklinik Bad Bramstedt an. Gemeinsam mit dem neuen Partner weisen sie insgesamt 7000 Mitarbeiter auf, die jährlich ambulant und stationär knapp 200.000 Patienten behandeln. Die Gesamtzahl der Betten beträgt 3500. Und auch die Gesamt-Bilanzsumme aller beteiligten Krankenhäuser von zusammen 540 Millionen Euro kann sich im nationalen Vergleich durchaus sehen lassen.

Die Geschäftsführer des 5K-Verbundes (v.l.n.r.): Harald Stender (Westküstenkliniken Heide und Brunsbüttel gGmbH), Berhard Ziegler (Klinikum und Kreisseniorenzentrum Itzehoe), Martin Wilde (imland gemeinnützige GmbH), Jens Ritter (Rheumaklinik Bad Bramstedt) und Alfred von Dollen (FEK Neumünster)

 

Eines der Hauptziele des Verbundes ist die Verbesserung der standortnahen medizinischen Versorgung der Patienten in Schleswig-Holstein. Dazu wurde ein modernes und leistungsfähiges Netzwerk geschaffen, um das Leistungsspektrum auszubauen und die Ausbildung der Mitarbeiter zu verbessern. Darüber hinaus profitieren die Kliniken unter­ein­ander – und damit auch die Patienten - von dem jeweiligen Wissen in den verschiedensten Bereichen.

Zu den großen Herausforderungen, denen sich der 5K-Verbund stellen muss, gehören zum einen die stark steigenden Fallzahlen und zum anderen die Unterfinanzierung der Krankenhäuser. „Gemeinsam müssen wir erreichen, dass die schleswig-holsteinischen Krankenhäuser finanziell genauso behandelt werden, wie die Kliniken in anderen Flächenländern. Es kann nicht angehen, dass die Operation eines Leistenbruchs in Rheinland-Pfalz deutlich besser honoriert wird, als in unserem Bundesland“, sagte Harald Stender, Sprecher des 5K-Verbundes und Geschäftsführer der Westküstenkliniken Brunsbüttel und Heide gGmbH. Wenn sich an der Finanzierung nichts ändere, so der Krankenhauschef weiter, werde sich die medizinische Versorgung der Bevölkerung zwangsläufig verschlechtern.

Bislang hatte der Klinikverbund durch gemeinsame Anstrengungen und Einsparungen „bis an die Schmerzgrenze“ auf die finanziellen Herausforderungen reagiert. So gibt es eine Zusammenarbeit für effiziente Arzneimitteltherapie, einen Einkauf über eine Zentralapotheke, eine Kooperation des Zentrallabors und auch eine enge Zusammenarbeit im Personalwesen. Die dadurch gewonnenen Ersparnisse reichen jedoch bei weitem nicht aus, um die gestiegenen Gehälter der Ärzte und anderen Mitarbeiter und die steigenden Energiekosten auszugleichen.

Viele Formen der Zusammenarbeit innerhalb des 5K-Verbundes kommen den Patienten unmittelbar oder mittelbar zugute, wobei nicht bei jedem einzelnen Projekt jedes Krankenhaus beteiligt sein muss. Ein wichtiger Aspekt sind die Fortbildungsangebote. Alle 5K-Kliniken verfügen über hoch qualifiziertes Personal. Um dieses Qualitätsmerkmal halten und weiterhin verbessern zu können, haben die Verbundkrankenhäuser ein eigenes Fort- und Weiterbildungsangebot entwickelt. Weitere, bereits funktionierende oder erfolgreich auf den Weg gebrachte Projekte sind das Holsteinische Brustzentrum, EDV-Vernetzung und schneller Datentransfer, das Greenlight-Laser-Verfahren zur schonenden Behandlung bei Prostatavergrößerungen sowie die intensive Zusammenarbeit in einzelnen medizinischen Fachrichtungen wie der Kinder- und Jugendmedizin, Neurologie u. a.

Die Festigung der Zusammenarbeit erfolgt durch einen Kooperationsvertrag. Dieser Vertrag beinhaltet vor allem Eckpunkte der gemeinsamen Ziele, wobei einer der Hauptschwerpunkte die Bildung einer strategischen Partnerschaft ist. Voraussetzung für die Schaffung einer verbesserten Angebotsposition und die Nutzung von Synergieeffekten gilt die vorbehaltlose und vor allem offene Zusammenarbeit innerhalb des Verbundes. Dies gilt nicht nur für die Führungsebene, sondern für alle  Mitarbeiter der Verbundkliniken.



Petra Krügel
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit

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Finja Müller
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