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Rollende Brustkrebsfrüherkennung macht wieder in Osterrönfeld Station
Rendsburg, 05.02.2010 – Vom 08. Februar bis 1. März 2010 haben Frauen zwischen 50 und 69 erneut die Möglichkeit, eine Früherkennungsuntersuchung durchführen zu lassen. Die mobile Röntgeneinheit, das „Mammobil,“ steht auf dem Parkplatz Edeka Neukauf Hoof,
Vor zwei Jahren startete das Mammographie-Screening-Programm in den Kreisen Rendsburg-Eckernförde und Plön, Kiel, Neumünster. Die Zahlen belegen den Erfolg des Früherkennungsprogramms.
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau. Pro Jahr erkranken in Deutschland ca. 57.000 Frauen, etwa 17.000 Frauen versterben daran. Dabei ist Brustkrebs heute mit sehr gutem Erfolg zu behandeln, wenn er früh erkannt wird. Um Brustkrebs frühzeitig zu erkennen, wird seit 2007 auch in Schleswig-Holstein Brustkrebsfrüherkennung durch Mammographie-Screening durchgeführt.
Das Mammographie-Screening-Programm ist ein bundesweites Programm zur Früherkennung von Brustkrebs für Frauen im Alter von 50-69 Jahren. Alle zwei Jahre wird diese Personengruppe schriftlich zur Mammographie eingeladen. In der KERN-Region wurden bislang rund 30.000 Frauen untersucht – damit liegt die Teilnahmequote bei rund 40 Prozent. „Wir stellen aber eine zunehmende Akzeptanz des Programms fest, so dass wir in der zweiten Runde mit einer weitaus höheren Zahl an Teilnehmerinnen rechnen“, erklärt Prof. Dr. Joachim Brossmann. Brossmann ist Chefarzt der Radiologie am Rendsburger Krankenhaus und gemeinsam mit Dr. Thomas Lange von der Praxis Prüner Gang in Kiel für das Mammographie-Screening in der K.E.R.N.-Region verantwortlich.
Zu den wichtigsten Qualitätsindikatoren des Programms zählen die Brustkrebsentdeckungsrate sowie die Anzahl früh entdeckter Karzinome. „In unserem Gebiet liegen diese Zahlen bei ca. 9/1000“, so Brossmann weiter. Die Anforderung der EU-Richtlinie zur Qualitätsgesicherten Mammographie liegt bei 7,5 von 1000 untersuchten Frauen. „Besonders hervorzuheben ist, dass wir viele sehr kleine Tumore entdecken konnten, die eine hohe Heilungschance versprechen“, erläutert Brossmann weiter.
Von September 2007 bis August 2009 wurden von den beiden Ärzten 267 Brustkrebserkrankungen festgestellt. Von diesen Tumoren waren zum Diagnosezeitpunkt 82% im günstigen T1- Tumorstadium (bis 20 mm) bzw. sog. In-situ Erkrankungen (Vorstufen). Bei nur 20% der festgestellten Brustkrebserkrankungen hatte der Krebs begonnen, sich im Körper zu verteilen, d.h. die örtlichen Lymphknoten waren bereits durch die Tumorzellen befallen. Vor Beginn des Mammographie-Screenings wurden nur 50% der Brustkrebserkrankungen mit dieser günstigen Tumorgröße entdeckt und gleichzeitig waren bereits in der Hälfte der Brustkrebsfälle die örtlichen Lymphknotenstationen von Krebszellen befallen. Diese Zahlen decken sich mit den Ergebnissen des gerade veröffentlichten Evaluationsberichtes über das bundesweite Mammographie-Screening-Programm (www.mammo-programm.de).
„Damit ist der oft umstrittene medizinische Nutzen des Mammographiescreenings bewiesen“, freut sich Brossmann und hofft auf noch mehr Teilnehmerinnen in der zweiten Runde. „Nur mit einer hohen Teilnahmerate kann das Ziel des Programms, die Senkung der Brustkrebssterblichkeit um 25 bis 35 Prozent erreicht werden“, so Brossmann abschließend und ermutigt Frauen, die Einladung zur Untersuchung auf jeden Fall anzunehmen.
Weitere Informationen und Termine erhält man unter der Telefonnummer: 04551-89 89 00.
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