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15.06.2017

Herr Melles Alem ist der zweite Absolvent einer Anpassungsqualifizierung in der Gesundheits- und Krankenpflege

‘Integration durch Qualifizierung‘ – kurz IQ - lautet der Titel eines Förderprogramms, das auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund abzielt.

Das aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sowie des Europäischen Sozialfonds geförderten Programms wird mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie der Bundesagentur für Arbeit umgesetzt.  Eine Maßnahme im Rahmen dieses Programms sind die sogenannten ‘Anpassungsqualifizierungen für Gesundheits- und Krankenpflegeberufe‘. Für das IQ Landesnetzwerk Schleswig-Holstein ist die imland Pflegeschule Träger dieser Maßnahme, die zwischen 3 und 24 Monaten dauert und theoretischen als auch praktischen Unterricht auf den Stationen umfasst. Der theoretische Unterricht findet an der imland Pflegeschule in Rendsburg statt; der praktische Teil in den imland Kliniken in Rendsburg oder Eckernförde. Für die Teilnehmenden ist die Qualifizierung, die in Voll- oder Teilzeit absolviert werden kann, kostenlos. Lernberatung, Sprachtraining und eine Vorbereitung auf die Abschlussprüfung durch Förderunterricht – all das beinhaltet die Anpassungsqualifizierung.

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V.l.n.r.: Carmen Kröger, Dipl.-Medizinpädagogin; Melles Alem, Absolvent der Anpassungsqualifizierung  und Anette Dubberke, Projektleitung.

 

Der 33-jährige, aus Eritrea stammende Melles Alem  ist nach erfolgreich abgelegter Prüfung bereits der zweite Absolvent dieser Maßnahme an der imland Pflegeschule.

Herr Alem studierte Pflege in Eritrea und arbeitete einige Jahre in einer Klinik bzw. in einem Gesundheitszentrum in seiner Heimat.

Nach der Flucht über das Mittelmeer, kam er 2014 nach Deutschland. Herr Alem lernte in relativ kurzer Zeit die deutsche Sprache und war 2016 bereit für die Anpassungsqualifizierung.    

Die  kulturellen Unterschiede und das daraus resultierende unterschiedliche Pflegeverständnis wurden im Klinikalltag deutlich. So arbeiten Pflegefachkräfte in deutschen Krankenhäusern viel näher am Patienten als in Ländern, in denen die Körperpflege zum Beispiel komplett von Angehörigen übernommen wird. Am Ende waren die Diskussionen über diese Unterschiede eine Bereicherung für alle Beteiligten.

So gab es von Seiten der Stationen ausschließlich positive Rückmeldungen. „Es hat wirklich Spaß gemacht, und alle waren bemüht, mir etwas zu zeigen und zu erklären“, freut sich der Absolvent.

Carmen Krüger, Medizinpädagogin und Lerncoach an der imland Pflegeschule, betont: „Wir haben ganz individuell geschaut, welche Qualifikationen Herr Allem mitbringt und wo wir ihn  noch unterstützen können, um die gleichen Kenntnisse wie eine in Deutschland ausgebildete Pflegefachkraft zu haben."  So entsteht für jeden Teilnehmer ein individueller Lernverlauf, an dessen Ende im günstigsten Fall die Anerkennung als Gesundheits- und Krankenpfleger/in steht.

Projektleitung und Ansprechpartner für Interessierte sind Hans-Joachim Carlsen und Anette Dubberke; Kontakt per E-Mail unter pflegeschule@imland.de oder telefonisch unter 04331-200 9060.

 

Teilnahme-Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung oder Studium in der Pflege im Ausland.
  • Antrag auf Anerkennung der Pflegeausbildung beim Landesamt für Soziale Dienste ist gestellt; ein Bescheid liegt vor.
  • Gute deutsche Sprachkenntnisse (Sprachniveau B2). Während der Qualifizierung können Sprachkurse besucht werden, um das B2-Niveau zu erreichen. 
  • 20 Stunden pro Woche sind die Mindestteilnahmezeit.
  • Gesundheitliche Eignung, um in der Pflege zu arbeiten.

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N.N.
Leitung
Unternehmenskommunikation

E-Mail

Tel 04331 200-9034
Fax 04331 200-9010




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Finja Henke
Unternehmenskommunikation

E-Mail

Tel 04331 200-9031
Fax 04331 200-9010

Für Sie erreichbar
Mo - Di 08:30 - 16:00 Uhr
Mi - Do 08:00 - 14:00 Uhr

 

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Harriet Hielscher
Unternehmenskommunikation

 E-Mail

Tel 04331 200-9032
Fax 04331 200-9010

Für Sie erreichbar
Mo - Do 08:00 - 17:00 Uhr
Fr. 08:00 - 13:00 Uhr

 

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