Endoskopisches OP-Verfahren an der imland Klinik erfolgreich

Rendsburg-Eckernförde, den 25.03.2021

Dass die Diagnose Krebs nicht immer der Beginn eines langen Leidensweges sein muss, zeigt der Fall einer Patientin aus Kappeln. Ihr Magenkarzinom konnte aufgrund seiner noch geringen Maße und seiner Lage am Magenausgang in einem japanischen OP-Verfahren endoskopisch entfernt werden. Weitere Therapien sind nicht notwendig.

Weil sie Beschwerden hatte, ging Christa Sommerfeld (80) aus Kappeln zu ihrer Hausärztin, die sie an einen Gastroenterologen überwies. Der stellte die Diagnose Magenkrebs. In der imland Klinik in Rendsburg wurde in einer endoskopischen Ultraschalluntersuchung festgestellt, dass der Magenkrebs tiefere Wandschichten des Magens offenbar noch nicht befallen hatte. Der Chefarzt der Gastroenterologie der Rendsburger imland Klinik, Prof. Dr. Stephan Hellmig, entschied daraufhin aufgrund des fortgeschrittenen Alters der Patientin einen endoskopischen Therapieversuch, die sog. Endoskopische Submukosa Dissektion (ESD), anzuwenden. Bei dieser Technik, die vor ca. 20 Jahren in Japan entwickelt wurde, wird mit speziell entwickelten Messern in der drei Millimeter durchmessenden Magenwand operiert. Mit dieser minimal invasiven Methode können auf die Schleimhaut begrenzte Tumoren im Magen-Darm-Trakt entfernt werden, ohne dass eine große Operation notwendig wird. Prof. Hellmig hat diese Methode in Japan erlernt und konnte sie an der imland Klinik mittlerweile mehrfach erfolgreich anwenden. So auch in diesem Fall.

Christa Sommerfeld konnte die Klinik am Tag nach dem Eingriff wieder verlassen. Durch die schonende OP-Methode konnte der Eingriff ohne Vollnarkose durchgeführt werden. Die Aufarbeitung des entnommenen Tumors unter dem Mikroskop zeigte, dass der Magenkrebs komplett entfernt und die Patientin damit geheilt war. Durch diese endoskopische Operationstechnik wurde Christa Sommerfeld eine Teilentfernung des Magens im Rahmen einer mehrere Stunden dauernden Operation und ein langwieriger Genesungsverlauf erspart. Nach Abschluss der Behandlung zeigten sich Patientin und Arzt zufrieden: Christa Sommerfeld ist glücklich, weil sie ohne gesundheitliche Beeinträchtigung oder Einschränkung ihrer Lebensqualität geheilt nach Hause entlassen werden konnte. Prof. Stephan Hellmig ist froh, mit dieser speziellen Behandlungsmethode langwierige Genesungsprozesse abkürzen bzw. gänzlich vermeiden zu können. „Dies ist ein erheblicher Gewinn für unsere Patientinnen und Patienten, insbesondere im höheren Alter. Je geringer die körperliche Belastung durch eine Operation ist, desto schneller verläuft der Genesungsprozess. Das ist mein Ansporn als Arzt.“ so Hellmig.