Für imlands Zukunft ist eine konsequente Sanierung notwendig

Rendsburg-Eckernförde, 20. Februar 2023

imland begrüßt die Bereitschaft zur Unterstützung durch das Gesundheitsministerium für stationäre Lösungsansätze in Eckernförde

Die imland Geschäftsführung begrüßt die Bereitschaft des Gesundheitsministeriums, stationäre Lösungsansätze für Eckernförde zu unterstützen. In ihrem Sanierungskonzept ist die Geschäftsführung nach intensiven Prüfungen jedoch zu dem Ergebnis gekommen, dass die Idee einer altersmedizinischen Fachklinik in Eckernförde wirtschaftlich nicht tragfähig ist und bei hohen Investitionskosten mit jährlichen Defiziten in Millionenhöhe zu rechnen wäre. Das Schutzschirmverfahren verpflichtet die Geschäftsführung aber, sich so lange, wie keine Finanzierung gesichert ist am Prinzip der Wirtschaftlichkeit zu orientieren.

Planung der Geschäftsführung

Die Überlegungen zu einem regionalen Gesundheitszentrum (Level Ii) in Eckernförde sind aus imland-Sicht zielführend und decken sich weitgehend mit dem von Kreis und imland gedachten Konzept eines Intersektoralen Gesundheitszentrums (iGZ). Wirtschaftlich prüfen und bewerten konnte imland diese Option nicht, weil Level Ii Krankenhäuser bisher nur in den Planungen der Regierungskommission existieren. Die imland Geschäftsführung muss ihr Konzept auf der aktuellen rechtlichen Grundlage erstellen.

Eckpunkte dafür sind:

  • Die Geschäftsführung muss jetzt einen Plan entwickeln. Sie kann und darf aus insolvenzrechtlichen Gründen nicht bis zum Sommer warten.
  • Planungsgrundlage kann nur die aktuelle Gesetzeslage sein, da es für alles

andere an jeder verbindlichen Planungsgrundlage fehlt.

Eine Planung auf der Grundlage Level Ii kann jetzt schon deshalb nicht erfolgen, weil es an jeder gesetzlichen Grundlage hierfür fehlt und die Finanzierung völlig unklar ist. Sollten sich kurzfristig verbindliche Finanzierungsalternativen aufzeigen, kann das Konzept entsprechend angepasst werden.

Zusammenfassung

Die Geschäftsführung kann und darf im Insolvenzverfahren kein Sanierungskonzept auf der Basis eines Vorschlags einer Regierungskommission aufbauen, dessen Umsetzung weder inhaltlich noch zeitlich feststeht und dessen Finanzierung noch völlig unklar ist.

Grundlage für das Sanierungskonzept sind die Versorgungsbedarfsanalyse und die Landeskrankenhausplanung. Danach beträgt der Versorgungsanteil des Standorts Eckernförde lediglich zehn Prozent des gesamten aufkommenden Fallvolumens.

Die Einschätzungen des Gesundheitsministeriums stehen hierzu nicht im Widerspruch, weil sie zukünftige Optionen wie eine Klinik des Versorgungslevel 1i in den Blick nehmen, deren realistische Umsetzung heute noch nicht absehbar ist. Wenn in Zukunft das Land diese Variante mit den notwendigen Investitionen nachhaltig mit einer belastbaren Finanzierung unterstützt, ist das ein positives Signal.

Hintergrund

Das Sanierungskonzept der imland gGmbH für eine Sanierung in kommunaler Trägerschaft sieht vor, dass im Laufe des Jahres 2023 die Zusammenführung der stationären Versorgung an den Standort Rendsburg stattfindet. Die derzeit noch in Eckernförde ansässige Allgemeinchirurgie, das Gelenkzentrum, die Geriatrie, die Innere Medizin sowie die Schmerztherapie würden schrittweise nach Rendsburg verlagert. Die Zentrale Notaufnahme in Eckernförde soll relativ zeitnah zu einer internistischen Notaufnahme umgestaltet werden, würde dann aber ebenfalls im Laufe des Jahres den Dienst einstellen und ggf. durch ein Intersektorales Gesundheitszentrum ersetzt werden.

Pressemitteilung als pdf herunterladen