imland Klinik fordert Nachbesserung bei Krankenhausfinanzierung

Rendsburg-Eckernförde, den 03.02.2021 Auf der Wahlleistungsstation der imland Klinik am Standort Eckernförde wurden im Rahmen der Routinetestungen erneut Infektionen unter Pflegekräften festgestellt. Die Folge sind Aufnahme-stopp auf der betroffenen Station, Stationsschließungen aufgrund von daraus resultierenden Per-sonalengpässen und weitere Erlösausfälle. Die Pandemie zeigt täglich aufs Neue ihre Unberechen-barkeit. Das hat unmittelbare Auswirkungen auf die finanzielle Lage der imland Klinik. Gemeinsam im 6K-Verbund, den Flensburger Kliniken und mit der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein (KGSH) machen Geschäftsführung und Kreis auf die schwierige Situation aufmerksam. Gefordert ist in erster Linie der Bund, die Krankenhäuser auch im 2. Jahr der Pandemie zu unterstützen.  
 

2020 hat der Bund den Bärenanteil der pandemiebedingten Erlösausfälle der Krankenhäuser ausgeglichen. Diese Ausgleichszahlungen endeten jedoch im September und wurden Ende des Jahres durch neue Regelungen ersetzt, die sich an hohen Inzidenzen und starker Auslastung der Intensivkapazitäten orientieren. Damit geht die imland Klinik aufgrund der an sich guten pandemischen Lage im Kreis seit Herbst leer aus.
Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender der imland Klinik Dr. Rolf-Oliver Schwemer macht deutlich: „Wir haben im Kreis Rendsburg-Eckernförde trotz einiger lokaler Ausbrüche die Inzidenzen auf niedrigem Niveau halten können. Dennoch ist die imland Klinik als unser Krankenhaus im Kreis an vorderster Front, wenn es um die Behandlung der schwer Erkrankten, aber auch der vielen Verdachtsfälle, geht. Seit Monaten bewältigen die Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte die Pandemie neben der gesundheitlichen Versorgung aller anderen Patientinnen und Patienten hervorragend. Dafür sind umfangreiche Vorhaltungen und Einschränkungen im Regelbetrieb nötig. Daraus entstehen für jeden einzelnen Tag Erlösausfälle in Höhe von rund 45.000 Euro. Hier muss eine Lösung auf Bundesebene gefunden werden. Es kann nicht sein, dass eine gute Pandemiebewältigung die gesundheitliche Daseinsvorsorge auf Dauer unter erheblichen Druck bringt.“

In enger Abstimmung mit der KGSH und den anderen Krankenhäusern des Landes kämpft die Geschäftsführung der imland Klinik daher intensiv um Gehör auf Landes- und Bundesebene für die besondere Lage der schleswig-holsteinischen Krankenhäuser. Dazu hat es bereits Anfang Januar einen Austausch mit den Bundestagsabgeordneten aus dem Kreis gegeben. Diesen Gesprächsfaden wolle man intensiv weiterpflegen, so die imland-Geschäftsführer Dr. Anke Lasserre und Markus Funk.

 

Zum aktuellen Ausbruchsgeschehen:

Im Rahmen der regelmäßigen Abstriche des medizinischen Personals wurden drei Mitarbeiter:innen positiv getestet. Bei der umgehend eingeleiteten Testung der auf der Station betreuten Patient:innen wurde eine Person ebenfalls positiv getestet. Diese ist bislang symptomfrei und wird am Standort Rendsburg auf der isolierten Station weiterbehandelt. In der Folge hat das Gesundheitsamt für mehrere Beschäftigte, die eng mit den Infizierten zusammengearbeitet haben, eine Quarantäneanordnung ausgesprochen. Zudem hat die Leitung der imland Klinik einen Aufnahmestopp für die betroffene Station, sowie die Pflicht zum Tragen von FFP2 Masken angeordnet. Weitere Testungen stehen an. Personal von anderen Stationen wurde zusammengezogen, um die Quarantäneausfälle auszugleichen.

 

Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Kontakt Pressesprecherin

Barbara Ermes        
Telefon 04331 200 9033        
Mobil 0152 56927431            
E-Mail barbara.ermes(at)imland.de